Vom Selbstwertgefühl: Das Selbstexperiment - Tag 2 bis Tag 6

Die erste Woche ist so gut wie vorbei und es ist Zeit ein erstes Fazit zu ziehen. Vorher aber noch ein paar meiner Erlebnisse. In den letzten Tagen ist mir aufgefallen, das ich das Schminken bzw. das geschminkt sein schon vermisse. Vor allem einen schönen, roten Lippenstift zu tragen. Und komischerweise denke ich immer noch jeden Abend "Du musst dich noch abschminken!", bis mir dann einfällt, das ich nicht geschminkt bin. Das finde ich ziemlich lustig. Übrigens hatte ich diese Woche wieder ein einschneidendes Erlebnis mit einer Kollegin, die mich ansah und fragte ob ich Ausschlag hätte? "Nein, das ist mein Gesicht!", antwortete ich. Ok, so krass finde ich meine Rötungen jetzt nicht, das man sie mit Ausschlag verwechseln könnte. Auf die Apps konnte ich weiterhin ohne Probleme verzichten und vermissen tue ich sie bis jetzt noch nicht.  Aber YouTube und Blogs fehlen mir schon. 


Ich weiß gar nicht so recht was ich als Zwischenfazit schreiben soll. Fest steht, das ich mich geschminkt auf jeden Fall wohler fühle als ungeschminkt. Es gibt mir das Gefühl etwas mehr in mich und meine Pflege und Ordentlichkeit zu investieren. Wenn ich geschminkt bin, fühle ich mich immer gepflegter. Also, mir geht es so. Weil ich dann denke ich habe mehr dafür gemacht. Natürlich ist das Unsinn. Ich habe festgestellt, dass ich mir sehr oft mit den Händen ins Gesicht fasse, wenn ich nicht geschminkt bin und das nervt mich irgendwie. Ich fühle mich immer noch unwohl mit mir selbst, aber ich glaube es hat sich schon ein bisschen gebessert.


Kommentare:

  1. Mir geht das auch so, dass ich mich ungeschminkt überhaupt nicht wohl fühle. Ja, auch Zuhause am Sonntag nicht. Ich werd immer wieder gefragt "hä, wie dumm ist das denn, wieso machst du denn, Zuhause sieht dich ja eh keiner, wieso machst du dir die Mühe?" Ich mache mich nicht für einen heimlichen Verehrer "schick" oder für meine Eltern oder meinen Bruder sondern für MICH. Geschminkt fühle ich mich wohler, mehr wie ich selbst, hübscher, und das wirkt sich dann auch auf meine Laune aus! Und wenn andere Leute mir dann kommen mit na das kann ja nicht gesund sein - dann bin ich ja froh, dass jeder Mensch für sich selbst entscheiden kann!

    Alles Liebe,
    Sandra

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  2. Lustig, mir geht es auch so, dass ich mir viel weniger ins Gesicht fasse, wenn ich geschminkt bin^^ Ich dachte immer, das liegt daran, dass ich so selten geschminkt bin und es eine ungewohnte Situation für mich ist.
    Ich finde es toll, dass du dieses Experiment wagst! Ich kann verstehen, dass es für dich nicht ganz leicht ist, so "nackt" zu sein - besonders, wenn dann noch so blöde Kommentare kommen. (Echt, haben manche Menschen kein Feingefühl? Wenn du Ausschlag hättest, bräuchtest du sicher niemanden, der dich noch darauf hinweist...)
    Für mich ist es relativ normal, ungeschminkt aus dem Haus zu gehen, und ich kann deshalb wahrscheinlich nicht ganz nachfühlen, wie es dir geht. Aber ich habe natürlich auch meine Eitelkeit ;) Es gibt einfach Situationen, in denen ich lieber ein bisschen geschminkt sein möchte, weil ich mich dann wohler fühle. Wenn ich fotografiert werde, will ich nicht, dass jedem, der das Bild sieht, zuerst meine unreine Haut entgegenleuchtet... Insgesamt halte ich es so: Wenn ich Lust drauf habe, schminke ich mich. Wenn ich keine Lust habe, lasse ich es. Und wenn sich jemand daran stört, dass ich meine Müdigkeit oder meine Pickel oder andere Unzulänglichkeiten nicht weggeschminkt habe: Pech gehabt! ;)

    Auf deinen Fotos sehe ich nicht hauptsächlich, wie schön du geschminkt bist. Ich sehe hauptsächlich dein Lächeln, deine Freude, deinen Schalk, wenn du Grimassen ziehst. Und das ist alles auch ohne Make-Up da!
    Ich wünsche dir noch das nötige Durchhaltevermögen für dein Experiment und dass du am Ende die gleiche Schönheit in dir sehen kannst, die dein Mann in dir sieht :)

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